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Cannabinoide und Morbus Crohn

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Die Erforschung der medizinischen Wirkung von Hanf steht immer noch am Anfang. Trotzdem ist es cbuy.ch ein Anliegen, Sie als Leserinnen und Leser unseres Magazins stets auf dem Laufenden zu halten. Wir möchten Sie über jede neue Errungenschaft im Bereich der klinischen Anwendung von Hanf informieren. Aus diesem Grund stellen wir Ihnen im folgenden Artikel eine Studie vor, die die Wirksamkeit von Cannabinoiden bei der Behandlung von Morbus Crohn nachzuweisen versucht.

Morbus Crohn ist eine der am häufigsten vorkommenden chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten. In der Schweiz leben rund 8000 Menschen, die an der Erkrankung leiden. Bei Betroffenen bricht die Krankheit in der Regel im Alter von 20-35 Jahren ein erstes Mal aus. Bis heute ist nicht klar, was die Erkrankung auslöst. Ausserdem gibt es zum jetzigen Zeitpunkt (Stand: Januar 2021) noch immer kein Heilmittel. Die Krankheit verursacht in den meisten Fällen starke Krämpfe in der unteren Bauchregion sowie wässrigen Durchfall, der zum Teil wochenlang anhalten kann. Des Weiteren können Symptome wie Fieber, Übelkeit, Vitamin- und Eisenmangel oder Verdauungsstörungen dazukommen. Morbus Crohn verläuft mehrheitlich schubartig, d.h. Phasen mit starken Beschwerden wechseln sich mit symptomfreien ab.

Bereits in der Antike wurde Hanf nachweislich zur Behandlung von chronischen Darmerkrankungen eingesetzt.
Wissenschaftler aus Deutschland und Österreich haben es sich im Jahr 2013 zur Aufgabe gemacht, aus medizinischer Sicht zur Rehabilitierung des Rufs der Hanfpflanze beizutragen und die Wirksamkeit von Cannabinoiden bei Erkrankungen wie Morbus Crohn nachzuweisen. Dazu haben sie mit 21 an Morbus Crohn leidenden Patienten, bei denen herkömmliche Behandlungen keine Wirkung zeigten, eine placebokontrollierte Studie durchgeführt. Die Studie konnte nachweisen, dass eine achtwöchige Behandlung mit THC-haltigem Cannabis bei 90% der Patienten die Symptome signifikant lindern konnte. Erwähnenswerte Nebenwirkungen traten bei niemandem auf. Konkret lässt sich aus der Studie schliessen, dass Cannabinoide, allen voran THC, die durch Morbus Crohn verursachten heftigen Bauchschmerzen lindern, das Übelkeitsgefühl stark abschwächen und das Gefühl von Unwohlsein erheblich unterdrücken. Auch wenn sich die Studie auf die Wirkung von THC fokussierte, liegt der Schluss nahe, dass andere Cannabinoide wie CBD oder CBG ebenfalls einen Einfluss haben, gerade deshalb, weil sie beide erwiesenermassen entzündungshemmende Effekte haben.

Wie genau THC bei Morbus Crohn-Patienten wirkt, ist wissenschaftlich noch nicht bis ins letzte Detail nachgewiesen. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass vor allem die CB2-Rezeptoren des menschlichen Endocannabinoid-Systems eine Rolle spielen. So wäre es möglich, dass die dort andockenden Cannabinoide die Wundheilung im Dickdarm beschleunigen und dadurch für eine Schmerzreduktion sorgen. Ausserdem scheinen sie genau diejenigen Rezeptoren zu stimulieren, die dafür sorgen, dass die Produktion von Durchfall abgeschwächt wird.

Um die Mechanismen, die in dieser ersten Studie dafür sorgten, dass ein Grossteil der Teilnehmer eine starke Verbesserung der Symptome feststellen konnte, genauer verstehen und beschreiben zu können, müssen jedoch noch viele weitere Studien durchgeführt werden.

In aller Kürze:
Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Die Symptome sind teilweise sehr heftig und schmerzhaft. Bis heute gibt es kein Heilmittel. Eine erste wissenschaftliche Studie deutet darauf hin, dass Cannabinoide (vor allem THC) die Beschwerden der Erkrankten stark vermindern könnten.

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