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Medizinischer Hanf und ADHS

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Auch wenn die Erforschung von Hanf als Arzeimittel noch ganz am Anfang steht, werden doch regelmässig Pilotstudien veröffentlicht, die Hinweise auf die Wirksamkeit der Hanfpflanze bei der Behandlung diverser Erkrankungen liefern. Im folgenden Artikel stellt Ihnen cbuy.ch eine solche Studie vor, die sich mit der Therapie von ADHS durch Cannabinoide beschäftigt.

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) ist eine Verhaltens- und Lernstörung. Die Krankheit wird in den meisten Fällen bereits im Kindesalter diagnostiziert. Es kann in seltenen Fällen jedoch vorkommen, dass die Erkrankung erst im Erwachsenenalter auftritt. Lange Zeit wusste die Wissenschaft nicht, woher die Krankheit kommt. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde allgemein angenommen, dass vor allem eine schlechte Erziehung und ungünstige Umweltbedingungen ursächlich sind. Inzwischen konnte jedoch wissenschaftlich bestätigt werden, dass ADHS zu grossen Teilen genetisch bedingt und neurologisch erklärbar ist. Die neuronalen Vorgänge sind sehr komplex und MRI-Untersuchungen führen noch heute ständig zu neuen Erkenntnissen und zu einem besseren Verständnis. Vereinfacht gesagt herrschen in gewissen Hirnregionen Hypoaktivität und Dysregulation, was dazu führt, dass gewisse Neurotransmitter wie Dopamin oder Serotonin über- bzw. unterproduziert werden. Dieses Ungleichgewicht führt letzten Endes zu den bekannten ADHS-Symptomen wie Konzentrationsschwierigkeiten, Hyperaktivität oder Agressionsstörungen.

Die in diesem Artikel zitierte Studie beschäftigt sich mit dem Fall eines 33-jährigen Mannes, bei dem erst im Erwachsenenalter ADHS diagnostiziert wurde. Nach einer erfolglosen Therapie mit Ritalin und nachdem auch andere Medikamente nur zu starken Nebenwirkungen geführt hatten, entschied sich der Proband für eine Cannabinoid-Therapie. Während 5 Jahren nahm er regelmässig Bedrocan, ein vor allem auf THC basierendes Medikament, und Bediol, ein auf THC und CBD basierendes Mittel, ein. Die Kombination der beiden Cannabinoidmedikamente führte dazu, dass seine ADHS-Symptome stark nachliessen: Die Frustrationstoleranz wurde höher, die Aggressionsanfälle weniger und die Konzentrationsfähigkeit verbesserte sich massiv. Ausserdem konnten die begleitenden Wissenschaftler feststellen, dass die THC- und CBD Kombination in Bediol auch die Schlafqualität messbar verbessern konnte. Bis heute ist nicht klar, warum Cannabinoide bei an ADHS erkrankten Personen eine solch gute Wirkung zu haben scheinen. Um die genauen Wirkungsmechanismen beschreiben zu können, wird noch sehr viel wissenschaftliche Arbeit nötig sein. Vor allem die CB1-Rezeptoren im Endocannabinoid-System scheinen jedoch eine zentrale Rolle zu spielen. Sie sind es nämlich, die mit dem Dopaminsystem, das eine nachweislich grosse Rolle bei der ADHS-Erkrankung spielt, interagieren.

Leider ist die an dieser Stelle zitierte Untersuchung bis heute die weltweit einzige kontrollierte Studie, die sich mit der Therapierbarkeit von ADHS durch Cannabinoide auseinandersetzt. Gemäss den Studienautoren stehen weiteren Untersuchungen vor allem der schlechte Ruf der Hanfpflanze und die konservative Haltung vieler Ärzte im Weg.

In aller Kürze:
ADHS ist eine bekannte Verhaltens- und Lernstörung. Eine erste Studie deutet darauf hin, dass die Krankheit mit Hanf erfolgreich therapiert werden kann. Leider forscht die Wissenschaft in diesem Bereich bisher nur sehr verhalten.

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